Die Diktatur des Menschen


Der Menschen Verstand verdorren
die Gesellschaft schlecht
Doch wer sie schuf?
Doch wer spricht Recht?

Die Diktatur des Menschen
all Leben verderbend
Millionen Tiere täglich sterbend!
Doch es ist Recht

Ein Elefant aus Not ein’n Menschen stampfen
eine Schlange aus Angst ein’n Menschen beißen
ein Tiger aus Hunger ein’n Menschen reißen
Doch es ist schlecht

Welch bittere Ironie,
des Menschen Recht ist gleich
Der kräft’ge Mächt’ge reich
die Schwächsten der Tod färbt bleich

Sie sind lebende Leichen
versklavt und ausgebeutet
Doch ohne Verwendung
ihre Todesglocke läutet

Unnütze müssen umbarmherzig menschlich Willkür weichen
Ja wir Menschen lieben stumme, starre, steinern Leichen
Wir trauern falsche Todesfeiern
und klagen verlogene Todesleiern

Ach wie sehr ich es verachte
ein animalisch Mensch zu sein
meine Art besteht aus Bestien
und auch ich höllisch gemein

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Und sie lachte


Sie sprang lachend. Ihr Galgen spannte ruckartig, dann hing sie unter ihrem Zimmerfenster. Ihre Leiche sollte die Schande für die Menschen unter ihr sein, auf die sie mit ihren blutunterlaufenen Augen verächtlich hinab sah. Das alles war genau aufgeschrieben in ihrem Abschiedsbrief. Sie war zu gutherzig für diese Welt. Ständig war sie am ackern. Mehrmals hatte sie gebetet, dass sie gemein, egoistisch und brutal sein könnte, um in dieser Welt zu bestehen, aber diese Gebete wurden nie erhört.
„Du fährst zur Hölle!“, schrie jemand von unten. Sie musste grinsen. Eine Sekunde später war sie tot.

Sie erwachte vor Petrus, der sie mit fürsorglichen Blick anschaute.
„Du hast gut gelebt, du hast gut gedacht. Dein Selbstmord ist sogar verzeihlich bei den Umständen. Ich schicke dich in den Himmel.“, hörte sie seine Stimme flüstern.
„Warte! Ich will in die Hölle.“
Petrus Gesicht entgleiste.
„Warum?“
„Ich möchte nicht mit den Bastarden in den Himmel. Mir sind Mörder, Schläger und Vergewaltiger lieber.“
„Was?“
„Es sind nur Schmerzen, keine Qual. Und nun bitte, die Hölle.“

Sie erwachte durch ein Gefühl als würde sie brennen. Neben ihr schrien Seelen, doch sie lachte. Ihr schauriges Lachen lockte verdutzte Dämonen an, die sie ratlos aus dem Lavabecken zogen.
„Du hältst das für lustig? Gut wir können noch mehr.“
Die Dämonen riefen Incubi, die sie sadistisch vergewaltigten, doch sie lachte.
Jetzt waren die ordinären Dämonen an der Reihe mit ihren Dreizacken. Sie stachen tief in sie hinein, doch sie lachte.
Wütend fraßen sie von ihren Gedärmen, die sich sofort wieder nachbildeten. Wie Adler, doch sie lachte immer noch.
Da rief Satan ehrfürchtig und verärgert zugleich sie zu sich in seinem Bordell. Egal was er mit ihr machte, sie lachte ihr schauerliches Lachen. Satan gab sich geschlagen und bewunderte die junge Frau: „Freiwillig in der Hölle und lachend.“
„Ich habe die menschliche Hölle erlebt.“
Sie versuchte die Schmerzen zu artikulieren, was in einem schmerzhaften Schrei endete. Satan krümmte sich auf den Boden mit ihm seine Dämonen, ja selbst Gott litt höllische Schmerzen. Ein Spalt tat sich in Himmel, Hölle und Erde auf, durch den sie als Banshee zurück zu den Menschen kehrte. Ihr Schrei war gefürchtete Folter, die man nicht länger als zehn Sekunden überlebte. Das Schlimmste war jedoch: Sie schrie fast dauerhaft.

Ende

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