Banker


Sie wissen alles,
doch wissen nichts.
Sie arbeiten hart,
doch arbeiten nicht.

Sie leben dahin
im Traumpalast.
Vom Gewissen befreit,
doch frei seien sie nicht.

Sie hätten Verantwortung,
doch haben sie Verstand?
Der Armen Land?
Vernichtet, weggebrannt!

Sie haben studiert,
doch das falsche Fach.
Nur Lügen gelernt,
das macht sie schwach.

Wunder vollbracht,
doch ohne Bestand.
Viel Lügen, viel Pomp,
gebaut auf Sand.

Nichts wissen,
doch behaupten das.
Und fetter Lohn!
Ja das macht Spaß.

Anmerkung:
Ich übertreibe ein bisschen, aber das passt zum Gedicht. Ich hoffe es stört niemanden
(man muss es ja auch nicht einem Banker vor das Gesicht halten).

Eiskalte Romanze


Das Liebespaar in vollster Lust
er hungrig schleckte
von scheidestief
nach ihrer Brust
In Ekstase sie sich wandt
In seinen Armen
gar haarig schön
An seinem Herz
gar mächtig kalt
als wäre sie
in seiner Gewalt
Bei jeder Windung
nackte Haut
an dichtem Haar
Sie zwitscherte
ganz laut ganz klar
Da setzt er an
zum Nackenbiss
Blut strömte schnell
aus des Halses Riss
Des Vögleins Puls
gar schnell entschwand
Das Biest schaute
zum Bersten gespannt
Ihr Herz ward kalt
wie Eis und Schnee
Da reicht sie ihm
die haarig Hand
und sprintet los
die Jagd begann…

Die Diktatur des Menschen


Der Menschen Verstand verdorren
die Gesellschaft schlecht
Doch wer sie schuf?
Doch wer spricht Recht?

Die Diktatur des Menschen
all Leben verderbend
Millionen Tiere täglich sterbend!
Doch es ist Recht

Ein Elefant aus Not ein’n Menschen stampfen
eine Schlange aus Angst ein’n Menschen beißen
ein Tiger aus Hunger ein’n Menschen reißen
Doch es ist schlecht

Welch bittere Ironie,
des Menschen Recht ist gleich
Der kräft’ge Mächt’ge reich
die Schwächsten der Tod färbt bleich

Sie sind lebende Leichen
versklavt und ausgebeutet
Doch ohne Verwendung
ihre Todesglocke läutet

Unnütze müssen umbarmherzig menschlich Willkür weichen
Ja wir Menschen lieben stumme, starre, steinern Leichen
Wir trauern falsche Todesfeiern
und klagen verlogene Todesleiern

Ach wie sehr ich es verachte
ein animalisch Mensch zu sein
meine Art besteht aus Bestien
und auch ich höllisch gemein

Der Sklavenfürst


Ich will hören Schmerzengeschrei,
wenn ich die Peitsche schwinge.
Der Sklave arm, gar hilflos
ich damit fast umbringe.

Packt an den zentnerschweren Klotz
und schmiedet dran eure Ketten.
Ich will sehen Sklavenrotz und kotz
und keiner kann euch retten.

Die Freiheit schenk ich euch gern
die Ausgangstür steht offen,
doch wer von euch nach draußen gehen?
Soziale Ketten – unübertroffen.

Demokratie heißt’s
Freude, Eierkuchen.
Der Selbsttrug kettet,
die Sinne stumpf.

Mich himmeln die Sklaven an,
während die Peitschen schwingen.
Blut fließt in Strömen,
doch sie ein freudig Lied singen

Heil dem Schönen.
Heil dem Reichen.
Mein Leben ich ihm gebe,
weil er ist so gut.

Die Todesengel


Die Todesengel

Drei Todesengel
blass und starr
vor ihnen die Sünder
in großer Schar
Das erste Horn
bläst direkt ins Herz
und entfesselt dort
einen großen Schmerz
Der zweite Engel spricht zugleich
Was habt ihr den Anderen angetan?
Die Sünder schweigen wie ’ne Leich
Der zweite Engel bläst ins kalte Horn
und entfesselt somit Gottes Zorn
Die Stimme spricht so kalt, so wütend:
Ihr kommt ins Himmelsreich
der Teufel hat gar wohl sortiert
und nun das Leben dirigiert
Die Sünder schweigen noch geniert
tattatara
das Horn ist rot
und ruft den allmächtigen
Tod.