Verfahren


Kinder spielten an den Straßenrand, die aus blühenden Blumenwiesen bestanden, doch er fuhr verbissen weiter auf der Straße. Der Tacho zeigte 180 km/h, der Motor begann langsam zu überhitzen.
Schöne Frauen huschten im Seitenspiegel vorbei, so schnell wie der Wind. Sie winkten ihm zu, doch er gab nur weiter Gas. Plötzlich leuchteten Warnleuchten im Auto auf und Stimmen forderten ihn auf, auszusteigen, rauszugehen zu den Frauen. Doch er gab nur weiter Gas. Er kannte sein Ziel nicht, doch er verfolgte es. Die Stimmen wurden lauter, immer penetranter, Rauch füllte das Cockpit.
Dann sah er sein Ziel, eine Betonmauer. Später durften Psychiater die Überreste seiner Seele abkratzen.

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Die Arbeitnehmer


Treffen sich zwei Arbeitnehmer.
Arbeitnehmer1: Freust du dich schon auf deinen psychischen Zusammenbruch?
Arbeitnehmer2: Oh ja, ich werde feiern, wenn ich arbeitsunfähig aus der Klinik komme. Und du?
Arbeitnehmer1: Ich werde erst einmal ausschlafen. Aber ich weiß nicht ob ich durchhalte. Es könnte auch sein, dass ich springe.
Arbeitnehmer2: Denk an deine Familie. Die müssen den Schaden und Arbeitsausfall bezahlen. Nimm lieber eine Überdosis.
Arbeitnehmer1. Hab ich versucht, aber überlebt. Seit meiner Entlassung trage ich Fußfesseln und darf die Firma ohne Erlaubnis nicht verlassen.
Arbeitnehmer2: Rauchst du?
Arbeitnehmer1: Wer nicht? Meine Mutter pflegte zu sagen: „Kürzeres Leben, kürzere Qual“. Außerdem beruhigt es ungemein.
Arbeitnehmer2: Nimm lieber Leistungsdrogen, die gefühlstaub machen. Die werden sogar von den Firmen gesponsert.
Arbeitnehmer1: Ich habe Familie. Ich will ihr das nicht antun.
Die Pausenglocke klingelt.
Arbeitnehmer1: Ich muss los. Auf den Zusammenbruch!
Arbeitnehmer2: Auf den Zusammenbruch!
Ihre Wege trennen sich und finden nie wieder zusammen.

Ende

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