Schatten


Ich spüre wie die Schatten sich von mir lösen. Schatten aus der tiefsten Verderbtheit meiner Seele.
Schatten der nicht vergangenen Vergangenheit. Zukunft und Gegenwart verschmelzen mit der Vergangenheit, alle Taten werden allen der drei Zeiten begangen.
Ich schreie vor Schmerzen, mir ist als würde ich brennen. Brennen für die Ewigkeit.
Und ich sehe ein Feuer, nicht fern, nicht nah. Fackelzüge ziehen durch die schwarzen Straßen. Deren Teilnehmer… sie werfen meinen Schatten im flackernden Fackelschein.
In ihren Augen blanker Wahnsinn. Es setzt ein Regen ein, als würde der Himmel weinen, bittere Tränen des Entsetzens.
Mein Feuer brennt stärker und heller, lodert gen Himmel, zerfetzt die Wolken mit einen grausigem Lachen.
Es ist das meine. Ich kann mich nicht mehr halten. Der Wahnsinn zerreißt jede Vernunft. Wie ein Tier springe ich durch die Gassen. Zwei Hörner wachsen aus meinen Geheimratsecken.
Und betrachte das Gemetzel, tausender verrückter Menschen. Jeder gegen jeden, Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Kind gegen Eltern. Nur Wenige, nur vernunftbegabte Menschen standen daneben, ihre Mäuler zu einem entsetzten Schrei geformt.
Und dann berühre ich sie, einen nach dem anderen, korrumpiere ihre reine Seele.

Mich fragt plötzlich eine Stimme: „Was hast du getan?“
Rotes Blut rinnt von meinen Fingern. Und da wird mir klar:
Ich bin der Teufel, korrumpiert vom Menschen. Getrieben von Misanthropie.

Die letzten reinen Seelen nehme ich mit einen tiefen Seufzer mit mir in die Hölle. Zu ihrem Schutz versteht sich. Irgendwann, wenn der letzte Mensch sich ausgelöscht hat, würde ich sie wiederkehren lassen…

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