Mond


Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als wir Freunde waren. Wie ich unter deinen kalten Schein wandelte, der meine Feinde fernhielt. Ja selbst die Unglücksraben, die mich mein Leben lang verfolgen, schwiegen, während du für mich schienst. Wir waren alte Kampfgefährten, versehrt durch Narben. Ach das waren Zeiten! Wie ich es liebe über unsere gemeinsame Zeit nachzudenken, als du und ich noch frei waren. Als dein Schein nicht jämmerlich blass durch Gitterstäbe fiel. Doch dann kamen sie und trennten uns. Es war der Tag an dem du rot vor Trauer warst. Erinnerst du dich noch? Am Morgen als wir schlafen gingen, da kamen sie, die Kreaturen aus ihren Verstecken und entführten mich, weil ich angeblich ein Mord in deinem Beisein beging. Wie sollte ich? Ich bewunderte deine Schönheit von einen verlassenen Waldweg aus, weit weg vom Mordplatz.
Angeblich habe ich kein Alibi, aber ich weiß die Wahrheit: die Kreaturen wollten was vertuschen und ich bin „nur“ ein „kranker Spinner“, dem man einfach einen Mord anhängen kann.
Aber sie haben sich getäuscht. In deinem Angesicht werde ich Rache üben, auf dass wir wieder Freunde werde.
Heute Nacht, still und leise, nicht ein Bluttropfen wird zu hören sein. Das Werkzeug liegt bereit, ebenso kenne ich das Passwort meiner Zellentür. Du fragst dich sicher wer so bescheuert ist ein Passwort für Zellentüren zu verwenden, das sind die Kreaturen, die wir beide verachten. Oh Mond, du bist so wunderschön…
rot!

Ende

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